Achat
Achat
Bei Achat handelt es sich um eine Quarzvariertät des Chalzedon und er besteht aus Siliziumdioxid. Ein ziemlich harter Schmuckstein mit einer Mosshärte von 7.
Achat bildet sich häufig in Hohlräumen von Lavagesteinen. Die kugeligen oder mandelförmigen Einlagerungen erzeugen eine große Farbvielfalt, die den Achat vonn anderen Chalzedonarten unterscheidet. Die einzelnen Farben hängen demnach von jeweiligen Einlagerungen ab.

Achat ist relativ porös und läßt sich deshalb gut färben. Das liegt an den einzelnen Lagen des Steins, von denen die einen porös genug sind, um Flüssigkeiten aufzusaugen, die anderen nicht. So werden gegenwärtig die meisten Achate künstlich bereitet. Der Achat wird in verdünnter Honig- oder Zuckerlösung 2 – 3 Wochen erwärmt, dann aber in konzentrierter Schwefelsäure gekocht. Nachdem er abgetrocknet ist, wird er geschliffen, einen Tag in Öl gelegt und endlich mit Kleie abgewaschen.
Die poröse Lage, in der eingezogener Honig durch die Schwefelsäure verkohlt worden ist, erscheint je nach der Porosität grau, braun oder schwarz, die undurchdringliche weiße, kristalline Schicht noch heller und glänzender, und sind rote Streifen vorhanden, so zeigen sich auch diese in ihrer Färbung erhöht.

Durch verschiedene Chemikalien lassen sich beliebige Farben erzeugen, sobald der Achat überhaupt nur Flüssigkeiten aufsaugt. Vor der Verarbeitung wird der Stein oft gebrannt, um seine Farbe zu verändern, und dann noch 1-2 Wochen in Schwefel- oder Salpetersäure gelegt. Das Färben aber wird meist erst an den geschliffenen Steinen vorgenommen, obwohl die Farbe tief in die Steinmasse eindringt und auch auf dem Bruch mehr oder weniger deutlich hervortritt.
Achat gibt es in vielen Varietäten, also Unterarten, wie z.B.
- Augenachat oder Brillenachat (kugelige, augenartige Zeichnung)
- Baumachat oder Holzachat (durch Kieselsäure achat-mineralisierte, “versteinerte” Hölzer)
- Enhydros (Achatmandel mit Restflüssigkeit) Festungsachat (Achatbänder ähneln Luftaufnahmen von Festungswällen)
- Feuerachat oder Flammenachat oder Wolkenachat (wolkenförmige Bänder)
- Korallenachat (Namensgebend ist die Gestalt der Oberfläche des Achats)
- Moosachat (Mockastein) enthält schwarze Mangandendriten Onyx (schwarz und weiße Lagen)
- Regenbogenachat (zeigt als Interferenzwirkung der dünnen Lagen Newtonsche Farbenringe)
- Röhrenachat (Verdrängungsmorphose von langprismatischen Kristallen)
- Sardonyx (rot und weiße Lagen)
- Schlangenhautachat (Aggregate mit Schlangenhautmuster)
- Skolezitachat (Pseudomorphose nach Skolezit) Sternachat die unregelmäßig geformten Geoden sind meist vollständig gefüllt und zeigen beim Anschliff oft eine fünfstrahlige Form.
- Trümmerachat (durch Tektonik zerbrochene und Mineralabscheidung wieder gekittete Achate)

In der Schmuckindustrie ist Achat ein beliebter Stein und wird zu Anhängern oder als Cabochon geschliffen in Ringe oder Broschen eingesetzt. In Deutschland der bekannteste Fundort ist Idar Oberstein, wo schon seit 1548 Achat abgebaut wurde. Diese Vorkommen sind jedoch heute ausgeschöpft. Bekannte Fundorte sind Uruguay und Brasilien, wie auch in Indien den USA und China. Weitere Vorkommen gibt es in Mexiko, Madagaskar, Italien und Ägypten.